Framing Cannabis 2025: Medizin vs. Freizeit auf der Mary Jane Messe
Branchentreff im Wandel: Medizin trifft Business
Nach teils chaotischen Einlass-Situationen und engen Hallen im Vorjahr haben die Organisatoren weitreichende Verbesserungen angekündigt: Mehr Platz auf dem Gelände, optimierte Eingangskontrollen und verlängerte Öffnungszeiten sollen nicht nur den Komfort für alle Besucher:innen erhöhen, sondern gezielt den Austausch von Fachleuten fördern. Besonders für das medizinische Segment bedeutet das mehr Raum für tiefgehende Fachgespräche und Networking. Parallel bleibt die Fläche für Szene-Stände und Kulturprogramm bestehen – eine ungewöhnliche Mischung, die Dialog ermöglicht und Barrieren abbaut.
Null Toleranz bei synthetischen Cannabinoiden
Ein klares Signal für Produktsicherheit: Im vergangenen Jahr sorgten minderwertige, synthetische Cannabinoide wie HHC wiederholt für gesundheitliche Zwischenfälle. Die Veranstalter haben darauf reagiert und wollen dieses Jahr dafür sorgen, dass unzulässige Substanzen gar nicht erst in die Hallen gelangen. Wir hoffen, dass diese Maßnahmen greifen und die Mary Jane 2025 für alle Besucher:innen – ob Freizeit- oder Fachpublikum – zu einer rundum sicheren Veranstaltung wird.
Neuer B2B-Fachbesuchertag – Wissen trifft Wirtschaft
Am 19. Juni eröffnet Mary Jane Berlin erstmals den International B2B Day in Kooperation mit Business of Cannabis: Industrieführer, Unternehmer:innen und Investoren treffen sich exklusiv, um Partnerschaften zu schmieden und den europäischen Markt zu gestalten. Themen der Workshops und Roundtables reichen von regulatorischen Neuerungen über Erstattungsmodelle bis zu Telemedizin-Angeboten. Auch Benedikt Sons, Geschäftsführer der Cansativa Group, nimmt am Fachbesuchertag an der Diskussionsrunde „Building a Resilient Supply Chain: Balancing Domestic Production vs International Imports“ teil. Gemeinsam mit weiteren Branchenführern spricht er über Herausforderungen und Chancen hybrider Lieferkettenmodelle für medizinisches Cannabis in Deutschland
Fachkonferenz der Cannabiswirtschaft – Deep Dive am 20. Juni
Am Freitag, den 20.06.2025, lädt die Mary Jane auf dem Messegelände Nord zur Fachkonferenz der Cannabiswirtschaft. Der erste Teil widmet sich der Bilanz des vergangenen Jahres, gefolgt von Diskussionen zu Investitionen, Innovationen und politischen Reformen. Ein umfassendes Programm, das Einblicke von der Praxis bis zur Politik bietet.
Abschließende Gedanken
Die Mary Jane 2025 bietet ein einzigartiges Experiment, Freizeit- und Fachprogramm zu vereinen. Dieses Format kann zu wertvollem Austausch, Innovation und Entstigmatisierung beitragen – doch die Messe muss beweisen, dass sie den Spagat langfristig meistert.
Sons(t) noch was?
Habt Ihr spezielle Fragen oder Anregungen für das Cannabis-Briefing? Dann schreibt uns eine Mail an briefing@cansativa.de. Wenn Ihr Interesse habt, mit uns die Cannabisbranche zu revolutionieren, dann bleibt dran und folgt unseren Briefings!
Wir wünschen eine gute Lektüre!
Mit besten Grüßen

Jakob Sons
Gründer von Cansativa

Benedikt Sons
Gründer von Cansativa


Jakob Sons
Gründer von Cansativa


Benedikt Sons
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Weichenstellung Cannabis: Ministerin, Staatssekretäre & Ausschuss auf einen Blick
Nina Warken – die neue Bundesgesundheitsministerin
Nina Warken (CDU) leitet seit Mai 2025 das Bundesministerium für Gesundheit und übernimmt damit das Amt von Karl Lauterbach. In Bezug auf das Cannabisgesetz (CanG) hat sie sich bislang kaum öffentlich positioniert. In der Vergangenheit äußerte sie sich skeptisch gegenüber der Legalisierung und bezeichnete dessen Verabschiedung als „zweifelhaften Erfolg“. Warken ist außerhalb der politischen Fachwelt eher unbekannt, doch sie steht vor enormen Herausforderungen – von der Krankenhausreform über Pflegefragen bis hin zur angespannten Finanzlage der Krankenkassen. Es bleibt abzuwarten, ob ihr frischer Blick Impulse auch für den Aus- und Umbau der Cannabisregulierung gibt.
Tino Sorge & Dr. Georg Kippels – die neuen parlamentarischen Staatssekretäre
Unter Warkens Federführung unterstützen Tino Sorge und Dr. Georg Kippels als Parlamentarische Staatssekretäre das Gesundheitsministerium. Sorge, vormals gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion, und Kippels, langjährig engagiert in der Arzneimittelversorgung, stehen für Kontinuität in der Union: Beide sehen die Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken kritisch, doch Medizinalcannabis hat in der Union einen festen Platz in der Therapie schwerer Erkrankungen. Ihre Schlüsselrolle besteht darin, fachliche Fragen zwischen Parlament und Ministerium zu koordinieren.
Der neue Gesundheitsausschuss – politische Bühne frei
Der Bundestag hat den Gesundheitsausschussv mit 38 Mitgliedern konstituiert, und Dr. Tanja Machalet (SPD) führt den Vorsitz. Mit 13 Abgeordneten der CDU/CSU, sieben der SPD, fünf von Bündnis 90/Die Grünen und vier der Linken vereint das Gremium erfahrene gesundheitspolitische Akteure und neue Gesichter. Diese Mischung verspricht frische Impulse, gleichzeitig aber auch Kontinuität in der parlamentarischen Arbeit zur Cannabisgesetzgebung. Sprich gerne deine Gesundheitspolitiker:innen aus deinem Wahlkreis an, um deine Anliegen in den politischen Prozess einzubringen.
Ausblick: Die CanG-Evaluation als Weichenstellung
Im Herbst steht nun die ergebnisoffene Evaluation des Cannabisgesetzes an. Das Forschungsprojekt EKOCAN ist bereits in Arbeit und beobachtet die Auswirkungen des Konsumcannabisgesetzes. Dabei analysieren die Wissenschaftler:innen umfassend den Einfluss des CanG auf den Kinder- und Jugendschutz, den allgemeinen Gesundheitsschutz sowie auf cannabisbezogene Kriminalität. Die Ergebnisse werden die Grundlage für mögliche Anpassungen sein. Carmen Wegge (SPD) versprach zuletzt auf parlamentarischen Abend des Branchenverbands der Cannabiswirtschaft (BvCW), eine Abschaffung des Cannabisgesetzes sei vom Tisch.
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Gründer von Cansativa

Benedikt Sons
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Evidenzbasiert behandeln: Neue Forschung zu Medizinalcannabis
Neue Wirkstoffklassen aus der Naturstoffchemie
Ein Beispiel für innovative Grundlagenforschung stammt von Jung et al. (Pharmaceuticals 2025;18(4):521). Die Autor:innen isolierten erstmals zwei bislang unbekannte Cannabinoide – darunter cannabielsoxa – sowie Chlorin-Typ-Metabolite aus den Blüten von Cannabis sativa. Während klassische Cannabinoide in Zellkulturexperimenten starke Antitumor-Effekte gegen Neuroblastomzellen zeigten, eröffnen die Chlorin-Derivate einen völlig neuen Therapieansatz: Ihre lichtaktivierbaren Eigenschaften könnten in sogenannten photodynamischen Behandlungen genutzt werden, um Tumorzellen gezielt zu zerstören. Gerade für krebserkrankte Patient:innen, bei denen Standardtherapien an Grenzen stoßen, könnten diese neu entdeckten Wirkstoffe in Zukunft eine wertvolle Ergänzung sein.
Langfristige Real-World-Daten aus Australien
Die QUEST-Initiative liefert eindrucksvolle Real-World-Evidence. In einer prospektiven Kohorte von 2.353 Patient:innen, die Medizinalcannabis-Öl erhielten, verbesserten sich Lebensqualität und Symptome wie Schmerz und Fatigue nach wenigen Wochen und blieben über zwölf Monate hinweg stabil. Besonders bemerkenswert: 70 % der zuvor opioidabhängigen Teilnehmenden reduzierten ihre Opioiddosis oder setzten sie ganz ab. Solche praxisnahen Beobachtungen sind essentiell, um zu belegen, dass Medizinalcannabis nicht nur als letzte Rettung eingesetzt werden sollte, sondern als integraler Bestandteil einer modernen Schmerztherapie.
Cannabis gegen Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie
Grimison et al. haben in einer großen Phase II/III-Studie untersucht, ob THC:CBD-Kapseln Übelkeit und Erbrechen bei Patient:innen lindern, die trotz Standard-Antiemese unter starkem Brechreiz litten. Die Proband:innen nahmen dreimal täglich 2,5 mg THC und 2,5 mg CBD oder Placebo ein. Das Ergebnis: Mit Cannabis-Extrakt stieg die Rate kompletter Kontrolle (kein Erbrechen, keine Rescue-Medikamente) von 8 % auf 24 % – ein statistisch signifikanter Zuwachs von 16 % (95 % CI 4–28; p = 0,01). Auch signifikante Übelkeitsphasen, tägliche Erbrechensanfälle und Lebensqualitätswerte verbesserten sich. Die Nebenwirkungen waren überwiegend mild (Sedierung, Schwindel, vorübergehende Angst), ohne schwere unerwünschte Ereignisse. Selbst moderate Dosen erweisen sich damit als wirksame Ergänzung zur Antiemese.
Fazit & Ausblick
Die vorgestellten Studien sind zwar nur ein Ausschnitt, aber erweitern unser Verständnis neue Therapiechancen – von innovativen Antitumor-Ansätzen bis zur Linderung therapiebedingter Nebenwirkungen. Gleichzeitig wird deutlich, wo die Prioritäten der Forschung liegen sollten: Die Lücke zwischen klinischen Studien und Versorgungsrealität zu schließen, damit Medizinalcannabis weiter an Präzision und Vertrauenswürdigkeit gewinnt und häufiger Eingang in den Verschreibungsalltag findet.
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Europa reguliert – Wie Schweiz und Niederlande beim Cannabis vorangehen
Schweiz: Von Pilotprojekten zum Cannabisgesetz
Seit gut einem Jahr laufen in mehreren Städten Pilotprojekte zur regulierten Abgabe von Cannabis. Erste Auswertungen wurden kürzlich vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) veröffentlicht und geben Einblick in Konsumverhalten und die Umsetzung der Projekte vor Ort. Nun geht die Schweiz noch einen Schritt weiter: Die Nationalratskommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N) hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der auf eine umfassende Regulierung von Cannabis zielt – mit Fokus auf öffentlichen Gesundheitsschutz und Jugendschutz.
Erwachsene sollen künftig unter klar definierten Bedingungen Cannabis legal konsumieren, anbauen und kaufen dürfen. Der Verkauf soll staatlich kontrolliert und nicht gewinnorientiert erfolgen, begleitet von neutraler Verpackung, Warnhinweisen und einer THC-basierten Lenkungsabgabe. Die Kantone übernehmen Aufsicht und Prävention, und eine öffentliche Vernehmlassung zum Gesetz steht im Sommer bevor. Der nächste Schritt: Im Sommer soll ein erläuternder Bericht vorgelegt werden, auf dessen Grundlage eine breite Vernehmlassung mit Verbänden und Fachkreisen stattfinden wird. Danach könnte das formelle Gesetzgebungsverfahren starten.
Niederlande: Legaler Kreislauf statt geduldete Grauzone
Gleichzeitig blickt man auch gespannt in die Niederlande, wo am 7. April 2025 die finale Phase des „Experiment gesloten coffeeshopketen“ (Wietexperiment) gestartet ist. In teilnehmenden Städten dürfen Coffeeshops nun ausschließlich reguliert produziertes Cannabis verkaufen. Der Hintergrund: Während der Verkauf von Cannabis in Coffeeshops seit Jahren geduldet wird, blieb die Produktion bislang illegal – ein Widerspruch, den das Experiment auflösen soll. Begleitet wird das Experiment von einer wissenschaftlichen Studie, die die Auswirkungen auf Gesundheit, Sicherheit, Kriminalität und soziale Ordnung untersucht. Ziel ist es, zu prüfen, ob eine geschlossene und staatlich kontrollierte Lieferkette für Cannabis möglich ist, die sowohl Qualitätssicherung als auch Eindämmung des illegalen Marktes ermöglicht.
Was Europa daraus lernen kann
Interessanterweise zeigt sich in beiden Ländern ein ähnliches Muster: Der Wille, eine pragmatische Cannabispolitik zu gestalten, die gesellschaftliche Realitäten anerkennt und dabei konsequent auf Kontrolle, Prävention und Konsumentenschutz setzt. In den Niederlanden lässt man den Produzenten zunächst etwas mehr Zeit, etwa beim Haschisch-Angebot, um eine konstante Versorgung sicherzustellen. Parallel läuft ein begleitendes Forschungsprojekt, das die Auswirkungen des Experiments auf Gesundheit, Sicherheit und Kriminalität evaluieren soll.
Was lässt sich daraus für Deutschland ableiten? Zum einen, dass Regulierung auch jenseits der Rhetorik machbar ist – wenn man sie konsequent durchdenkt und gesellschaftliche, wirtschaftliche und gesundheitspolitische Aspekte zusammenbringt. Zum anderen zeigt sich, dass der europäische Weg sich nicht in Symbolpolitik erschöpfen darf, sondern konkrete Modelle liefert, wie man mit Cannabis verantwortungsvoll umgehen kann. Die Schweiz und die Niederlande machen es vor.
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Benedikt Sons
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Nach einem Jahr CanG: Was ist erreicht, was bleibt zu tun?
Rückblick auf die politische Diskussion
In den vergangenen Monaten wurden sowohl Chancen als auch bestehende Herausforderungen des Gesetzes intensiv diskutiert. Besonders kontrovers ist die Frage, inwiefern die Neuregelungen zu gesellschaftlichen und gesundheitspolitischen Verbesserungen geführt haben. Kritiker bemängeln unter anderem den Umgang mit Prävention, die Belastung von Justiz und Schulen sowie mögliche negative Auswirkungen auf Jugendliche. Befürworter hingegen betonen, dass es bislang keine alarmierenden Entwicklungen gibt und die Entkriminalisierung insbesondere für Menschen, die von Stigmatisierung betroffen waren, positive Effekte hatte. Zudem ist die wirtschaftliche Bedeutung der Medizinalcannabisbranche nicht zu unterschätzen: Der Markt für Medizinalcannabis wächst weiter, und viele mittelständische Unternehmen haben sich auf die neuen Rahmenbedingungen eingestellt.
Zwischen Fortschritt und Unsicherheit: Wie steht es um Medizinalcannabis?
Die medizinische Versorgung hat sich durch die Entstigmatisierung der Behandlungsform wesentlich verbessert, mehr Ärztinnen und Ärzte verschreiben Cannabis, und der Zugang für Patientinnen und Patienten wurde erleichtert. Gleichzeitig bestehen weiterhin Kritikpunkte. Die Frage, ob das CanG in seiner jetzigen Form bestehen bleibt oder angepasst wird und welche Auswirkungen dies auf den medizinischen Bereich haben wird, ist für viele Betroffene und Unternehmen von zentraler Bedeutung. Eine Rückabwicklung des Gesetzes hätte drastische Folgen für alle Patientinnen und Patienten, Ärzte und Apotheken und würde enorme bürokratische Hürden mit sich bringen. Gleichzeitig gibt es Möglichkeiten, Anpassungen vorzunehmen – beispielsweise im Bereich der Ermittlungswerkzeuge zur Bekämpfung des illegalen Handels –, ohne das Gesetz vollständig zurückzunehmen.
Wissenschaftliche Erkenntnisse und Evaluierung
Ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes gibt es erste wissenschaftliche Auswertungen. Daten aus Stuttgart zeigen beispielsweise keinen signifikanten Anstieg des Konsums. Dennoch kann eine fundierte Evaluierung des Gesetzes erst getroffen werden, wenn mehr Daten gesammelt wurden, um zukünftige Anpassungen datenbasiert vorzunehmen.
Wie geht es weiter?
Fazit nach einem Jahr: Deutschland steht noch. Die Streichung von Cannabis aus dem Betäubungsmittelgesetz war für die medizinische Versorgung essenziell, um das Stigma abzubauen und den Zugang zu erleichtern. Die nächsten Schritte müssen nun klug abgewogen werden, damit der Fortschritt nicht durch politische Rückabwicklungen gefährdet wird.
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Cannabis und Schmerztherapie: Ein Bericht von den Schmerz- und Palliativtagen 2025
Cannabis und Chronische Schmerzen: Einblicke von den Schmerz- und Palliativtagen 2025
In der vergangenen Woche haben in Frankfurt die Deutschen Schmerz- und Palliativtage 2025 stattgefunden. Unter den zahlreichen Vorträgen und Workshops zog sich der Einsatz von Cannabinoiden wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Etwa 14 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter chronischen Schmerzen – eine ernstzunehmende Volkskrankheit, die das tägliche Leben massiv beeinträchtigt und oft mit psychischen Belastungen einhergeht.1 Umso wichtiger ist es, dass der Einsatz von Cannabinoiden in der Schmerzmedizin zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Cannabinoide in der Schmerztherapie
Cannabinoide wirken über das Endocannabinoid-System des Körpers, indem sie Entzündungen hemmen, Nervenreizungen dämpfen und die Schmerzverarbeitung im Gehirn beeinflussen. In der Palliativmedizin lindern sie zusätzlich Übelkeit und verbessern den Schlaf.
Ihre Wirkung entfalten Cannabinoide über zwei Hauptrezeptoren. CB1-Rezeptoren, die vor allem im zentralen Nervensystem vorkommen, hemmen die Neurotransmitterausschüttung und reduzieren dadurch die Schmerzwahrnehmung. CB2-Rezeptoren, die primär in Immunzellen lokalisiert sind, tragen zur Entzündungshemmung bei, indem sie die Ausschüttung entzündungsfördernder Zytokine verringern.2
Cannabinoide als Alternative oder Ergänzung zu Opioiden
Studien belegen, dass Cannabinoide sowohl ergänzend als auch alternativ zu Opioiden eingesetzt werden können. Eine Patientenbefragung aus 2017 mit 2.897 Teilnehmern zeigt eindrucksvolle Ergebnisse. 78 % der Befragten berichteten von einer besseren Schmerzreduktion im Vergleich zur reinen Opioid-Therapie, 88 % empfanden das Nebenwirkungsprofil als günstiger und 97 % konnten ihre Opioid-Dosis senken. Diese Zahlen unterstreichen das Potenzial von Cannabinoiden, insbesondere um Opioid-assoziierte Risiken wie Abhängigkeit und Nebenwirkungen zu minimieren.3
Regulatorische Herausforderungen und Zukunftsaussichten
Das Motto des Kongresses lautete „Individualisierung statt Standardisierung“ – ein Ausdruck dafür, wie dringend wir die Kluft zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und den spezifischen Bedürfnissen in der Schmerztherapie schließen müssen. Erfahrungsberichte aus der Praxis zeigen, dass Ärztinnen und Ärzte trotz wachsender Akzeptanz cannabinoidbasierter Medikamente oft mit strengen Vorschriften und komplexen Verfahren konfrontiert sind, bevor sie eine Verordnung über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ausstellen können.
Daher ist es entscheidend, die Verschreibungsprozesse zu vereinfachen und Cannabinoide stärker in die etablierten Leitlinien der Schmerztherapie zu integrieren. Nur durch gezielte Forschung und den Abbau regulatorischer Hürden können wir sicherstellen, dass die Patienten die bestmögliche Unterstützung erhalten, die sie benötigen.
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Das Endocannabinoid-System – Schlüssel zur Frauengesundheit?
Das Endocannabinoid-System: Was ist das überhaupt?
Das Endocannabinoid-System (ECS) ist ein komplexes Netzwerk aus Verbindungen, Rezeptoren und Enzymen, das im menschlichen Körper vorkommt. Es beeinflusst zahlreiche physiologische Prozesse, darunter Schmerzregulation, Gehirnentwicklung, Appetit, Fortpflanzung und die Bewegungen des Verdauungstrakts. Diese Systeme sind bei nahezu allen Lebewesen vorhanden – mit Ausnahme von Insekten – und belegen damit ihre zentrale Bedeutung für essentielle Körperfunktionen.[1]
Das ECS erhielt seinen Namen durch die Entdeckung, dass bestimmte Verbindungen der Cannabispflanze, sogenannte Phytocannabinoide, ähnliche Wirkungen entfalten können wie körpereigene Endocannabinoide. Der wichtigste psychoaktive Bestandteil von Cannabis, Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC), bindet an die gleichen Rezeptoren wie diese natürlichen Substanzen.
Obwohl das ECS bereits in den 1960er-Jahren entdeckt wurde, sind viele seiner Funktionen noch nicht vollständig entschlüsselt. Besonders seine geschlechtsspezifischen Auswirkungen sind bisher unzureichend erforscht.
Warum ist das ECS für die Frauengesundheit relevant?
Bekannt ist, dass das ECS eng mit hormonellen Prozessen verknüpft ist.[2] Studien zeigen, dass es eine Rolle bei der Regulation des Menstruationszyklus, der Fruchtbarkeit und der Wechseljahre spielt.[3] Besonders spannend ist das Potenzial für die Behandlung frauenspezifischer Erkrankungen wie Endometriose, Prämenstruelles Syndrom (PMS) oder chronische Schmerzen. Das ECS könnte ein Schlüssel für neue Therapieansätze sein – doch bislang gibt es nur wenige gezielte klinische Studien, die Medizinalcannabis für diese Indikationen untersuchen.
Ein besseres Verständnis des ECS wäre nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht wünschenswert, sondern auch dringend notwendig. Frauen werden in der medizinischen Forschung oft vernachlässigt, und viele ihrer Beschwerden werden noch immer unterdiagnostiziert oder mit unzureichenden Methoden behandelt. Medizinalcannabis könnte hier eine alternative oder ergänzende Option sein, insbesondere für Patientinnen, die auf konventionelle Therapien nicht ausreichend ansprechen. Zudem leiden Frauen häufiger an chronischen Schmerzen, was eines der häufigsten Anwendungsgebiete von Medizinalcannabis darstellt. Daher ist es umso wichtiger, Schmerzempfinden und die Reaktion auf Schmerzmittel geschlechtsspezifisch zu untersuchen.[4]
Warum wir mehr geschlechtsspezifische Forschung brauchen
Zum diesjährigen Internationalen Frauentag ist es an der Zeit, dieses Thema stärker in den Fokus zu rücken. Ein besseres Verständnis des ECS könnte nicht nur dazu beitragen, Medizinalcannabis gezielter einzusetzen, sondern auch neue Türen für eine personalisierte Medizin öffnen. Denn eine geschlechtsspezifische Betrachtung in der Cannabisforschung ist längst überfällig.
[1] Fowler, C. J. (2010). Anandamide uptake explained? Trends in Pharmacological Sciences, 33(4), 181–185.
[2] Santoro, A., Mele, E., Marino, M., Viggiano, A., Nori, S. L., & Meccariello, R. (2021). The complex interplay between the endocannabinoid system and the estrogen system in the central nervous system and periphery. International Journal of Molecular Sciences, 22(2), 972. https://doi.org/10.3390/ijms22020972
[3] Di Blasio, A. M., Vignali, M., & Gentilini, D. (2013). The endocannabinoid pathway and the female reproductive organs. Journal of Molecular Endocrinology, 50(1), R1-9. https://doi.org/10.1530/JME-12-0182
[4] Schmerzgesellschaft. (n.d.). Schmerz bei Frauen und Männern. Abgerufen von https://www.schmerzgesellschaft.de/patienteninformationen/besonderheiten-bei-schmerz/schmerz-bei-frauen-und-maenner
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Von Berlin bis Las Vegas: Die Top-Cannabis-Events 2025
Internationale Branchentreffen: Austausch auf höchstem Niveau
In Deutschland hat die ICBC eine feste Stellung. Die ICBC Berlin (29.04. – 30.04.2025) Ende April ist das führende internationale Event für die deutsche Branche und bringt Unternehmen, Investor:innen und politische Akteur:innen zusammen. Hier werden Marktentwicklungen diskutiert, Kooperationen besiegelt und die nächsten Schritte der Industrie mitgestaltet.
Mit Blick auf den medizinischen Sektor rückt die Medicinal Cannabis Congress (12.06. – 13.06.2025) in Berlin in den Fokus. Dieser Fachkongress adressiert insbesondere Ärzt:innen, Wissenschaftler:innen und Apotheker:innen, die sich mit den neuesten Erkenntnissen zur Cannabis-Therapie und deren Anwendung beschäftigen. Auch auf den Deutschen Schmerz- und Palliativtagen (12.03. – 16.03.2025) in Frankfurt wird Medizinalcannabis ein Thema sein – besonders im Kontext der Schmerztherapie, die nach der Gesetzesänderung im vergangenen Jahr neue Möglichkeiten eröffnet hat.
Die Diskussion über den europäischen Markt macht nicht an den Landesgrenzen halt. In London wird auf der Cannabis Europa (24.06. – 25.06.2025) im Juni intensiv über regulatorische Entwicklungen, wirtschaftliche Chancen und Herausforderungen auf dem gesamten Kontinent gesprochen. Diese Veranstaltung ist besonders für Unternehmen und Investor:innen relevant, die auf internationale Expansion setzen.
Deutschland als Dreh- und Angelpunkt für Cannabis-Veranstaltungen
Auch auf nationaler Ebene gibt es 2025 eine Reihe von wichtigen Events. Die Mary Jane Berlin (19.06. – 22.06.2025) im Juni bleibt eine der größten Hanfmessen Deutschlands und ist die Einzige, die alle Facetten der Branche vereint: Freizeitcannabis, CBD, Industriehanf und Medizinalcannabis. Die Mary Jane zieht jedes Jahr Zehntausende Besucher:innen an – darunter Konsument:innen, Aktivist:innen und Unternehmen – und ist damit ein zentraler Treffpunkt für die gesamte Branche.
Für Fachpublikum aus der pharmazeutischen Industrie und dem Apothekenmarkt ist die Expopharm in Düsseldorf (18.09. – 20.09.2025) im September ein relevanter Treffpunkt. Mit einem wachsenden Fokus auf Medizinalcannabis wird die Rolle von Apotheken in der Patientenversorgung immer wichtiger. Die Messe ist daher eine zentrale Plattform für alle, die mit der Distribution, Verschreibung und Anwendung von Medizinalcannabis arbeiten.
Blick über den Tellerrand: Internationale Highlights
Wer die weltweite Cannabisindustrie verstehen und mit internationalen Akteur:innen vernetzt sein möchte, kommt um die MJBizCon in Las Vegas (02.12. – 05.12.2025) im Dezember nicht herum. Sie gilt als größte Cannabis-Messe der Welt und zieht jedes Jahr Zehntausende Besucher:innen aus allen Sektoren der Branche an – von Produzenten über Markenentwickler:innen bis hin zu Investor:innen und politischen Entscheidungsträger:innen.
Die Cannabisbranche bleibt in Bewegung, und 2025 verspricht ein Jahr voller spannender Entwicklungen zu werden. Die Vielfalt der bevorstehenden Events zeigt, wie viel Dynamik und Innovationskraft in diesem Markt steckt – sowohl in Deutschland als auch international.
Ob regulatorische Weichenstellungen, medizinische Fortschritte oder neue Geschäftsmodelle – die kommenden Monate werden entscheidend sein. Wir freuen uns darauf, mit euch diese Entwicklungen zu verfolgen und auf der einen oder anderen Veranstaltung ins Gespräch zu kommen.
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Telemedizin und Medizinalcannabis - Fortschritt oder Risiko?
Telemedizin: Chance oder Herausforderung?
Doch während die medizinische Nutzung zunehmend entstigmatisiert wird, rücken nun manche telemedizinische Angebote in den Fokus der Diskussionen. Insbesondere die Möglichkeit, Rezepte ohne Arztkontakt, auf Basis eines Fragebogens auszustellen, wird derzeit kritisch hinterfragt – mit der Sorge, dass es zu Missbrauch kommt. Dabei darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Telemedizin in vielen Bereichen ein fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung ist und für zahlreiche Patient:innen enorme Vorteile bietet.
Telemedizin ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte ärztliche Beratung – insbesondere in ländlichen Regionen, wo der Fachärztemangel spürbar ist. Gerade für chronisch erkrankte Patient:innen, die auf eine kontinuierliche Therapie angewiesen sind, kann der digitale Zugang zu medizinischer Versorgung eine erhebliche Erleichterung darstellen.
Gleichzeitig gibt es nachvollziehbare Bedenken hinsichtlich der Einhaltung bestehender Regularien und der Qualitätssicherung. Doch anstatt Telemedizin grundsätzlich infrage zu stellen, sollte die Diskussion darauf abzielen, wie bestehende Regeln konsequent angewendet werden können, um sowohl Patientenschutz als auch Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Ein differenzierter Blick auf die Debatte
Die Debatte zeigt, dass es keine isolierte Lösung nur für Medizinalcannabis braucht, sondern eine grundsätzliche Betrachtung der Telemedizin als Versorgungsform. Dabei gibt es bereits bestehende Rahmenbedingungen, wie die EU-Patientenmobilitätsrichtlinie oder das Heilmittelwerbegesetz (HWG).
Die Diskussion über Telemedizin zeigt, dass neue digitale Versorgungsmodelle nicht per se problematisch sind, sondern Leitlinien für eine sichere und qualitativ hochwertige Nutzung erfordern. Medizinalcannabis ist dabei nicht der einzige Bereich, in dem telemedizinische Angebote eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Vielmehr betrifft diese Fragestellung den gesamten Gesundheitssektor.
Fazit: Telemedizin sinnvoll regulieren, nicht verteufeln
Die politische Diskussion sollte sich darauf konzentrieren, wie Telemedizin verantwortungsvoll genutzt werden kann, anstatt sie als generelles Problemfeld darzustellen. Es ist wichtig, eine sachliche und lösungsorientierte Debatte zu führen, die Patient:innen, Ärzt:innen und politische Entscheidungsträger gleichermaßen mit einbezieht.
Moderne, digitale Versorgungswege bieten viele Vorteile – für Medizinalcannabis, aber auch für zahlreiche andere verschreibungspflichtige Medikamente. Die Herausforderung liegt darin, bestehende Regularien durchzusetzen und weiterzuentwickeln, um die Qualität und Sicherheit für alle Patient:innen zu gewährleisten.
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Cannabis-Forschungsprojekte: Wegbereiter für eine fundierte Regulierung
Mit der ersten Ausgabe des neuen Jahres rücken wir ein zukunftsweisendes Thema ins Zentrum: Forschungsprojekte zu Genusscannabis. Während solche Studien in der Schweiz bereits seit etwa einem Jahr umgesetzt werden (siehe Cansativa Expert:innen-Dialog), können seit dem 11. Dezember auch in Deutschland Forschungsanträge bei der zuständigen Behörde eingereicht werden. Trotz der positiven Erfahrungen aus der Schweiz ist dieses Vorhaben hierzulande noch Neuland – viele Fragen sind offen.
Die Rolle der Forschung im CanG
Das Cannabisgesetz (CanG), das seit April 2024 gilt, legt den rechtlichen Grundstein für wissenschaftliche Untersuchungen zum Konsum von Freizeitcannabis. Ziel ist es, datenbasierte Erkenntnisse zu sammeln, um die Auswirkungen auf Konsumierende, den Markt und die Gesellschaft besser zu verstehen. Tatsächlich handelt es sich um einen sehr konservativen Ansatz, der darauf abzielt, evidenzbasierte Entscheidungen zu fällen, bevor weitreichende politische Schritte eingeleitet werden.
Vielfalt als Schlüssel zur Erkenntnisgewinnung
Kein einzelnes Modell kann die komplexen Zusammenhänge des Cannabiskonsums und -marktes vollständig abbilden. Deshalb setzen die Forschungsprojekte auf eine breite Palette von Ansätzen und Abgabemodellen. Unterschiedliche Regionen und Städte erproben Maßnahmen, um Aspekte wie Jugendschutz, Gesundheitsschutz und die Verdrängung des Schwarzmarkts zu untersuchen. Diese Vielfalt ist entscheidend, um gesellschaftliche, gesundheitliche und wirtschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Besonders die Analyse von Marktpotenzialen und Nachfragestrukturen bietet wertvolle Einblicke in die Auswirkungen regulierter Abgabeformen auf den Schwarzmarkt.
Ein Startschuss für die Forschung
Die Veröffentlichung der neuen Verordnung zur Cannabis-Forschung Mitte Dezember markiert den Beginn einer neuen Phase (mehr dazu in der Pressemitteilung des BMEL). Ab sofort können Kommunen, wissenschaftliche Institute und andere Akteure ihre Konzepte einreichen. Die zuständige Behörde wird entscheiden, welche Projekte umgesetzt werden. Bereits jetzt haben Städte wie Hannover, zwei Berliner Bezirke, Frankfurt ihr Interesse signalisiert – ein Zeichen für den hohen Bedarf an fundierten Daten. Auch Cansativa plant ein Modellprojekt im Kreis Groß-Gerau, das die Abgabe über Apotheken umfasst (mehr dazu in der Pressemitteilung).
Mehr als ein Experiment – eine Grundlage für nachhaltige Entscheidungen
Cannabis-Forschungsprojekte sind weit mehr als bloße Experimente. Sie schaffen die Basis für eine Regulierung, die sowohl gesundheitliche als auch gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt. Indem verschiedene Ansätze erprobt und analysiert werden, entstehen belastbare Daten für verantwortungsvolle politische Entscheidungen.
Jetzt liegt es an allen Beteiligten – der Gesellschaft, der Wissenschaft und den politischen Entscheidungsträger:innen –, diese Chance zu nutzen. Gemeinsam können wir den Weg für eine fundierte und zukunftsorientierte Cannabis-Regulierung ebnen.
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